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31.10.2017
Kategorie: Sachsenpokal, 1.Mannschaft, 2017/2018
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Von: Lenny

Achtelfinale, Sachsenpokal: VfB Auerbach


Der Chemnitzer FC blamiert sich beim VfB Auerbach. So unterlagen die Himmelblauen bei den Vogtländern vollkommen verdient mit 1:2. So streicht der Sachsenpokalrekordpokalsieger bereits im Achtelfinale die Segel und kann seinen Titel nicht verteidigen.

Nach sechs Minuten war klar, dass es für die himmelblaue Startelf, in der Aydin anstelle von Kluft begann, im mit 1.280 Zuschauern besetzten „VfB-Stadion“ kein leichter Gang werden wird. Nachdem Kunz einen Eckball nur halbherzig aus der Gefahrenzone boxte, kam der Ball wie ein Bumerang zu einem Auerbacher Akteur zurück, dessen unplatzierten Schuss Kunz glücklicherweise zur nächsten Ecke parieren konnte. Wenige Minuten später hatten die Gastgeber die nächste Gelegenheit, um in Führung zu gehen. Dabei war Kunz – im Gegensatz zu seinen Vorderleuten – auf dem Posten. Diese präsentierten sich desolat, ohne Leidenschaft und Siegeswille. Mehr als eine Slavov-Möglichkeit aus Nahdistanz, die vom Ex-Himmelblauen Schmidt via Fußabwehr geklärt werden konnte, sprangt nicht heraus. 

Mit dem Pausenpfiff durfte der Viertligist, der seit sieben Ligaspielen auf einen Sieg wartet und folglich im Regionalliga-Abstiegskampf steckt, jubeln. Schlosser, ein weiterer ehemaliger Chemnitzer, wurde von Leutenecker aus den Augen verlor, die anschließende Flanke flog erst Trapp und seinem Gegenspieler vorbei, ehe Mlynikowski einen Querschläger verursachte. Am langen Pfosten stand Zimmermann blank, dieser behielt die Übersicht, passte in den Rückraum zu Heger, der mit viel Übersicht zur umjubelten Führung einnetzte. Das Vogtland außer Rand und Band, die 350 angereisten himmelblauen Anhänger logischerweise alles andere als das, durften sich aber nach dem Seitenwechsel über einen Paukenschlag freuen.

Ein langer Trapp-Ball landete auf dem Kopf von Slavov, dann bei Hansch, der – unter Bedrängnis – Ball und Verantwortung an Aydin abgab. Dieser wuselte kurz und zog entschlossen via Schlenzer von der Strafraumgrenze ab. Der Ball wurde länger und länger – und fiel final in den Knick. Der Ausgleich in der 46. Minute war ein Auftakt nach Maß. Ein spannender zweiter Durchgang nahm damit seinen Anfang.

An der Fortsetzung war in der 52. Minute erneut Aydin beteiligt, der nach einem Eckball den Ball an den Pfosten hämmerte. Den Nachschuss vergab Slavov. Der Titelverteidiger drückte, wollte die Führung, nur ließ man aus unerklärlichen Gründen Mitte der zweiten Halbzeit nach. Die Auerbacher, die sich kämpferisch zeigten, witterten Morgenluft – und gingen mit einem Prachtschuss aus der Ferne in der 69. Minute zum zweiten Mal in Front. Nach dem Wild-Treffer wurde es wieder wild.

Die Himmelblauen blieben in der Folgezeit kreativlos. Mehr als ein Freistoß, um den Ausgleich zu erzielen, abgegeben in der vierten Minuten der Nachspielzeit von Trapp, sprang nicht heraus. Zuvor hatte Schlosser noch einen Strafstoß, auf plumpe Weise von Koch verursacht, vergeben.

Wie schon vor elf Jahren setzte sich der VfB Auerbach am Reformationstag gegen den Chemnitzer FC durch. Damals im Elfmeterschießen, diesmal völlig verdient in der regulären Spielzeit. Die himmelblauen Drittliga-Kicker ließen alles vermissen, was nötig ist, um ins Viertelfinale des Sachsenpokals einzuziehen. Dies hat man nun auf klägliche Art und Weise verspielt.


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