< 30 - Sportfreunde Lotte (A)

27.03.2018
Kategorie: Punktspiel, 1.Mannschaft, 2017/2018
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Von: Lenny

31 - SV Wehen-Wiesbaden (H)


Dem favorisierten SV Wehen-Wiesbaden reichen fünf Minuten aus, um den 0:1-Rückstand gegen den Chemnitzer FC locker-leicht umzubiegen. Dieser war durch Baumgart im ersten Durchgang in Führung gegangen – und spielte lange Zeit gut mit und hielt sich wacker und dagegen. Am Ende unterlagen die Himmelblauen dennoch mit 1:4. Der Abstieg wird damit immer wahrscheinlicher…

Nachholspiel: Nächste oder letzte Chance?!
72 Stunden nach dem ernüchternden Abstiegs-Endspiel bei den Sportfreunden aus Lotte hatte der Chemnitzer FC im Nachholspiel gegen den SV Wehen-Wiesbaden wieder die Möglichkeit, den Rückstand zum Nicht-Abstiegsplatz von sieben auf vier Punkte zu verkürzen. Bei diesem Unterfangen musste CFC-Coach  Bergner jedoch auf Frahn, den erfolgreichsten himmelblauen Torschützen, verzichten, da er in Lotte eine diskutable Ampelkarte kassierte. Für ihn rückte Dartsch in die Anfangsformation, dazu tauchte – nach Denkpause – Kluft wieder im Kader auf.

Die Gäste aus Wiesbaden reisten mit der stolzen Bilanz von fünf Siegen sowie 65 erzielten Treffern an. Es kam folglich zum Duell zwischen der Schießbude und der Torfabrik der Liga.

„Südkurve“ als 12. Mann
5.125 Zuschauer – darunter 30 Anhänger aus der hessischen Landeshauptstadt – pilgerten auf die „Festung Fischerwiese“ und unterstützen ihr Team von der ersten Sekunde an ihr Team lautstark. Der Glaube, die Hoffnung war auf den Rängen deutlich zu spüren und ebenso die elf Herren auf dem Rasen wussten, welche Stunde es mittlerweile geschlagen hatte. Im Vergleich zum Lotte-Spiel überstand man die Anfangsviertelstunde ohne Gegentreffer, und ließ in dieser einzig einen Schuss zu, welchen Tittel parieren und zur Ecke klären konnte. Gravierende Fehler blieben in der Defensive aus, nach vorn wiederum agierte man dezent vorsichtig, hatte aber in der 36. Minute endlich das Glück auf seiner Seite.

Baumgart bockstark
Wenn nichts mehr geht, dann helfen weiter Bälle – und genau so einen schlug Dartsch auf den im Abseits stehenden Baumgart, welcher die Vorlage elegant verarbeitete und perfekt abschloss. Die bockstarke „Südkurve“ erlebte daraufhin einen exzessiven Höhepunkt. Führung gegen den Favoriten – und damit noch vier Punkte Rückstand auf Lotte und eine Halbzeit gegen den Tabellenvierten vor der Brust.

Chemnitz lebt!
Die „Südkurve“ peitscht ihr Team nach vorn und erhält ab und Unterstützung vom Rest des Stadions. Alle rückten zusammen – alle wollen den Heimsieg! Und mit jeder gespielten Minute wird dieser Wunsch immer realistischer. Wenngleich die Gäste aus Hessen besser werden, zudem zu vereinzelten Chancen kommen, aber ihnen fehlt die Zielstrebig gegen die kämpfenden Himmelblauen. Ein Dartsch-Kopf verfehlt das Gäste-Tor unmittelbar nach der Pause knapp. Bis zur Schlussviertelstunde passiert auf beiden Seiten recht wenig, als diese dann jedoch aufbricht umso mehr, vor allen bei den Gästen.

Blackout in fünf Minuten
In der 74. Minute folgte der Schock: Dartsch schaffte es wiederholt nicht, den Ball aus dem Strafraum zu bugsieren. Andrich bedankte sich artig und glich aus. Und das wie aus dem Nichts. Die Himmelblauen stehen sich dem eigenen Erfolg erneut selbst im Weg. Daraufhin schlotterten mal wieder die Knie – und es wurde sich wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen präsentiert. Gegen einen Kontrahenten wie Wehen-Wiesbaden ist das fatal:  In der 76. und 79. Minute klingelte es folglich zweimal im Kasten von Tittel. Das Spiel wurde in nur fünf Minuten aus den Händen gegeben, die Entscheidung war gefallen, dazu herrschte Entsetzen allerorten. Höhenpunkt der katastrophalen Schlussviertelstunde stellte der vierte Treffer der Gäste in der Nachspielzeit dar.

Quo vadis Chemnitzer FC…?!
Mit solch schwankenden Leistungen – so ehrlich muss man sein – hat kein Team eine Chance, in der 3. Liga dauerhaft zu bestehen. Der SV Wehen-Wiesbaden – zugegeben: ein absoluter Aufstiegsaspirant – musste nicht viel machen, um die Partie siegreich zu gestalten und seinen sechsten Sieg in Folge feiern zu können. Für die Himmelblauen geht es am Oster-Wochenende mit einem Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach, bei dem Frahn und Mlynikowski aufgrund von Sperren fehlen werden.


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