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15.10.2017
Kategorie: Punktspiel, 1.Mannschaft, 2016/2017
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Von: Lenny

12 - Sportfreunde Lotte (H)


Der Chemnitzer FC besiegte auf der „Festung Fischerwiese“ die Sportfreunde aus Lotte mit 3:1. Für alle drei Tore zeichnete sich Frahn verantwortlich. Die Himmelblauen kletterten damit auf den elften Rang in der Tabelle.

Die Bilanz des Chemnitzer FC gegen Lotte sieht eindeutig negativ aus – und zwar gewann der Provinzclub aus Westfalen in der vergangenen Saison beide Aufeinandertreffen jeweils ohne Gegentor zu kassieren. Auf der „Festung Fischerwiese“ wurde die Partie in der allerletzten Minute entschieden, vor heimischer Kulisse wurden die Himmelblauen mit 3:0 deklassiert. In der zweiten Drittliga-Saison stehen die Lotter Jungs aktuell auf dem zehnten Platz.

Die Chemnitzer Jungs wiederum warten seit dem ersten Spieltag auf den zweiten Heimsieg, doch zeigte man sich nach dem Systemwechsel mittlerweile deutlich formverbessert, sodass mittels vier Punkten aus zwei Partien die rote Laterne abgegeben werden konnte. Zum Duell gegen Lotte pilgerten 6.039 Zuschauer ins Stadion; darunter waren 19 freakige Gestalten aus Lotte, die den Weg nach Chemnitz fanden und unter anderem die „Freibier-Ultras dabei hatten sowie ab und an mit einer Minions-Fahne wedelten. In der „Südkurve“ gab es eine Schalparade, zudem waren einige Schwenkfahnen im Einsatz.

Im Vergleich zum Auswärtsremis bei der zweiten Mannschaft des SV Werder Bremen musste Steffen sein erfolgreiches Team verändern. So fehlte Trapp aufgrund eine Grippe, für ihn spielte von Piechowski in der Innenverteidigung. Kluft, welcher unter der Woche Magen-Darm-Problemen hatte, biss sich durch und wirbelte fleißig, war stets ein Unruheherd in des Gegners Hälfte. Hansch feierte dazu sein 50. Drittliga-Spiel in himmelblau. 

Die Gastgeber begannen druckvoll und kamen durch Slavov nach Vorlage von Mlynikowski zur ersten Gelegenheit. Nur trifft dieser bekannterweise nur in der Fremde. Anschließend hämmerte Frahn, nach elegantem Zuspiel von Kluft, den Ball in die Wolken. Dessen ungeachtet war es nur eine Frage der Zeit, bis der Führungstreffer fallen würde. Nach 26. Minuten war es dann soweit: Reinhardt setzte sich energisch im Strafraum ein und durch, schob den Ball der artistisch und mit Übersicht zu Frahn, welcher dieser sicher im Tor unterbrachte.  

Das 1:0 war verdient, hielt aber gerade einmal acht Minuten. Nach leichtfertigem Ballverlust von Leutenecker marschierte Langlitz auf das Tor von Kunz zu, dabei konnte er weder von Reinhardt, der in festhalten, noch von Grote, der ihn via Grätsche von den Beinen holen wollte, gestoppt werden. Und final war sein Schuss zu platziert. Kunz konnte den Einschlag und damit den Ausgleich nicht verhindern. Ein Tor, welches nie und nimmer fallen darf. Vorher prüften Reinhardt und Grote mit Distanzschüssen den Gäste-Torwart. Scheiterten aber.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste auf einmal zu zwei gefährlichen Chancen, aus denen glücklicherweise nicht der zweite Gegentreffer resultierte. Mitten in dieser unerwarteten Drangphase gab es einen Grote-Freistoß, welcher erst auf dem Kopf von Frahn und danach im Tor landete. Vor der „Südkurve“ wurde die erneute Führung ausgiebig bejubelt – und nur zwei Minuten später ging es nahtlos weiter.

Kluft schickte Hansch mit einem genialen Pass in den Strafraum, wo dieser scheinbar gefoult wurde. Der Schiedsrichter zweifelte nicht daran, zeigte auf den Punkt. Frahn legte sich dort den Ball hin und hämmerte diesen wuchtig in die Ecke. Der KSC-Fehlschuss war spätestens damit endgültig vergessen – und sein erster Dreierpack in der 3. Liga geschnürt. Ein Doppelschlag innerhalb von drei Minuten sorgte für die Entscheidung. Im Anschluss verpasste Frahn sogar noch seinen vierten Treffer.

Starke sieben Punkte konnte der Chemnitzer FC aus den letzten drei Spielen holen – und dabei präsentierte man sich jeweils spielerisch und kämpferisch in guter Verfassung, zudem lässt man sich von Rückschlägen, wie dem Lotte-Ausgleich, nicht unterkriegen und bleibt konzentriert. Als nächstes geht es mit dem Gastspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach weiter. Nachdem Frahn seine Treffsicherheit zuhause unter Beweis gestellt hat, darf nun wie Slavov, der bis dato nur auswärts traf, sein Torekonto aufstocken.


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