< 05 - VfL Osnabrück (H)

26.08.2017
Kategorie: Punktspiel, 1.Mannschaft, 2017/2018
Gelesen: 140
Von: Lenny

06 - SpVgg Unterhaching (A)


Der Chemnitzer FC geht mit 2:4 bei der Spielvereinigung Unterhaching unter. Einziger Lichtblick an diesen ansonsten bescheidenen Tag im mit 3.000 Zuschauern gefüllten „Alpenbauer Sportpark“ war Doppeltorschütze Slavov.

Nach zwei Jahren in der bayerischen Regionalliga kehrte die Spielvereinigung wieder in die dritte Liga zurück und startete in diese durchaus solide. So konnte der Aufsteiger aus den ersten fünf Spielen sieben Punkte sammeln, darunter jeweils ein Sieg gegen den Karlsruher SC und den Halleschen FC. Somit stehen die Rand-Münchner auf dem neunten Platz – und damit einen vor dem Chemnitzer FC.

Die Himmelblauen traten – nach dem torlosen Remis gegen den VfL Osnabrück – auf drei Positionen verändert auf. Steffen bot von Piechowski, Baumgart und Slavov auf, und diese ersetzten Trinks, Hansch und den angeschlagenen Reinhardt. Das 3-5-2-Spielsystem blieb dessen ungeachtet davon aber unberührt, was in der Anfangsphase gut funktionierte. So spielten die in solgargrünen Trikots auftretenden Himmelblauen mutig nach vorn und hätten nach wenigen Minuten in Führung gehen können. Über die Stationen Slavov und Baumgart landete der Ball bei Koch, dessen wuchtiger Schuss jedoch nur die Lattenoberkante zu streicheln vermochte.

Ein Großteil der 200 angereisten himmelblauen Anhänger bekam davon nichts mit, da die anwesende  Polizei bei schweißtreibenden Temperaturen von mehr als 30 Grad unbedingt ihre Muskeln spielen und fleißig mit Pfefferspray um sich spritzen wollten. Ohne triftigen Grund wurden Fanclubfahnen aus den Händen der Besitzer gerissen, was einen intensiven Tumult mit einhergehenden körperlichen Übergriffen zur Folge hatte, bei dem ebenso Kinder und Frau rücksichtlos attackiert und teilweise sogar verletzt wurden. Leider ein bekanntes Erscheinungsbild bei Fußballspielen im Freistaat Bayern.

Auf dem Rasen ging es fairer zur Sache, wenngleich Frahn aufgrund einer angeblichen Abseitsposition nach Traumpass von Leutenecker die Chance genommen wurde, allein auf das Hachinger Tor zu laufen. Aus dem Gästeblock war derweil ein lautstarkes „Hurra, Hurra, die Chemnitzer sind da...“ zu vernehmen. Auf Heimseite versuchte sich hinter der „Fanszene-Haching“-Fahne ein kleiner Mob am Support.

Die Himmelblauen schienen die Partie im Griff zu haben, kassierten aber nach dem ersten ernstzunehmenden Angriffsversuch der Gastgeber direkt den ersten Gegentreffer.  Koch und Aydin ließen sich überspielen, sodass nach einer unbedrängten Flanke Hain – zwischen Scheffel und Leutenecker freistehend – zur Führung in der 19. Minute einschieben durfte.

Die Hachinger blieben am Drücker – und wollten schnellstmöglich den zweiten Treffer gegen die schwimmende himmelblaue Defensive erzielen. Kunz musste sein ums andere Mal sein ganzes Können unter Beweis stellen, so auch bei einem Leutenecker-Kopfball, der beinahe im eigenen Tor gelandet wäre. In der 33. Minute war Kunz aber machtlos, als Scheffel eine Hereingabe unglücklich ins eigene Tor abfälschte.

Die Gäste-Antwort darauf folgte aber prompt – und das via feiner Kombination: Leutenecker flankte perfekt auf Slavov, der mit einem Bilderbuchkopfball den Anschluss herstellen konnte und damit seine Aufstellung rechtfertigte. Anstatt mit dem 2:1 in die Pause zu gehen, schliefen die Himmelblauen bei einem Freistoß in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs. Bei dem Kopfball von Stahl sahen Scheffel und Kunz gleichermaßen alles andere als gut aus.

Kurz vor und nach sowie in der Pause wechselte Steffen aus: Trinks für den verletzten Baumgart, Hansch für den schwachen Scheffel und Kluft für einen selten in Erscheinung getretenen Frahn waren seine Reaktionen, die aber größtenteils wirkungslos blieben. Mehr als ein Schüsschen von Hansch sprang vorerst nicht heraus.

Nach einer Stunde flankte Koch mustergültig auf Slavov, der zum zweiten Mal via Kopfball den Ball im Netz der Gastgeber unterbrachte. Noch war mehr als eine halbe Stunde Zeit, um zumindest einen Punkt zu holen. Nur machte ein etwas fragwürdiger Foulelfmeter dieses Vorhaben unmittelbar danach schon wieder zunichte.  Versuracht von von Piechowski und sicher verwandelt von Hain, der damit zum zweiten Mal einnetzte.

Die verbleibende Spielzeit über ruhte sich die Spielvereinigung Unterhaching auf der Zwei-Tore-Führung aus, während der Chemnitzer FC versuchte, diese ein weiteres Mal zu verringern. Mehr als ein Hansch-Schuss sowie ein Kluft-Kopfball konnten bis zum Schlusspfiff nicht vermerkt werden.

Anstatt sich im Mittelfeld der Liga zu etablieren, rutschen die Himmelblauen auf den 13. Platz ab und müssen damit schon sehr früh in der Spielzeit den Blick nach unten richten. Zeit für eine erste Wiedergutmachung ist in zwei Wochen auf der „Festung Fischerwiese“ gegen den Karlsruher SC und Anton Fink. Dazwischen liegt noch ein Testspiel gegen den BSC Rapid Kappel.


blog comments powered by Disqus