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23.07.2017
Kategorie: Punktspiel, 1.Mannschaft, 2017/2018
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Von: Lenny

01 - FSV Zwickau (H)


Mit einem Heimsieg gegen den FSV Zwickau startet der Chemnitzer FC in die neue Spielserie. Vor mehr als 10.000 Zuschauern erzielte Frahn bereits nach sieben Minuten das Tor des Tages.

Die Spielplaner meinten es gut, denn der erste Spieltag der dritten Liga hatte es direkt in sich: So stand das spannungsgeladene Sachsenderby zwischen dem Chemnitzer FC und dem FSV Zwickau auf dem Programm. In der vergangenen Spielzeit trafen beide Teams dreimal aufeinander, bei denen sich stets die Heimmannschaft durchsetzen konnte. Die Himmelblauen fuhren zwei Siege ein, die Rot-Weißen einen, schafften es aber aufgrund einer sensationellen Rückrunde in der Tabelle auf dem fünften Platz und damit drei Ränge vor dem CFC zu landen. In der Sommerpause wurden beim CFC Trainer, Sport-Vorstand sowie ein Großteil der Mannschaft ausgetaucht. Trainer Horst Steffen und Steffen Ziffert stellten den neuen Kader zusammen; in der Startformationen tauchten mit Leutenecker, von Piechowski, Trapp, Mlynikowski und Trinks gleich fünf Neuverpflichtungen auf. 

Das Bezirksderby begann wegen intensiver Einlasskontrollen mit einer zehnminütigen Verspätung. In der Zeit sangen sich beide Kurven warm. Den Anfang machten die 1.500 Gäste, welche von zahlreichen dynamischen Anhängern unterstützt wurden, mit Schalparade und Support. Die himmelblaue „Südkurve“ antwortete lautstark und mit diversen Schwenkfahnen und zahlreichen Schals. Die Kulisse war einem Bezirksderby würdigt, insgesamt kamen 10.494 Zuschauer in die „Festung Fischerwiese“ – und die sahen zielstrebig nach vor spielende Gastgeber.

So wurde nach einem FSV-Freistoß blitzartartig über wenige Stationen gekontert. Grote schickte Hansch genial auf die Reise, der anschließend mustergültig Frahn bediente, nur war dieser einen Schritt zu schnell unterwegs, sodass er den Ball aus wenigen Metern über das Tor schob. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwei Minuten. 

Die Himmelblauen ließen nicht locker, blieben am Drücker – und belohnten sich nach sieben Minuten. Mlynikowski bereitete mit einem weiten Flankenball den Kopfballtreffer von Frahn mustergültig vor, der einen orgastischen Jubel zur Folge hatte. Ein Auftakt nach Maß, der aber dem Spielverlauf weniger gut tat. Nach 20 Minuten meldeten sich die Zwickauer erstmalig gefährlich vor dem Kasten von Kunz, der aber beim abgefälschten Fallrückzieher von König nicht eingreifen brauchte. Kurze Zeit später musste er jedoch auf dem Posten sein, nach einem gefährlichen Garbuschewski-Freistoß und dem anschließenden Tohuwabohu im Fünfmeterraum. Mit vereinten Kräften konnte der Ball final geklärt werden. 

Chemnitz versuchte derweil immer wieder Konter zu fahren, Frahn hatte daraus resultierend zwei Möglichkeiten, mit denen der Zwickauer Schlussmann aber vor keinerlei Probleme gestellt wurde. Gleiches galt für Kunz, der einen Koch-Schuss kurz vor der Pause sicher in den Händen hielt.

Zur zweiten Halbzeit wurde er vom sehr aktiven Garbuschewski geprüft, ein leicht verdeckter Schuss konnte zur Ecke abgewehrt werden. Es folgte ein intensives Spiel mit Fehlpässen und Fouls, ein kontinuierlicher Spielfluss wurde demzufolge regelmäßig unterbrochen. Zwickau blieb besser, kam zu Chancen, wollte unbedingt den Ausgleich erzielen. So hatte der eingewechselte Eisele zwei Riesengelegenheiten dazu: Erst schob er den Ball knapp neben und anschließend landete sein Kopfballaufsetzer über dem Tor von Kunz. Die Himmelblauen antworteten selten, retteten sich am Ende glücklich über die Zeit – und damit zum ersten wichtigen Saisonsieg.

Mitte der zweiten Halbzeit präsentierte die „Ultra-Szene KMS“ das Spruchband: „Wir sagen es ganz schlicht - ohne Euch funktioniert es nicht! Danke für zehn Jahre engagierte und ehrliche Arbeit!“ – und bedankte sich auf diesem Weg beim „Fanprojekt Chemnitz“, das seit einem Jahrzehnt beispiellose Arbeit leistet. Der Support könnte sich auf beiden Seiten durchaus hören lassen, wurde jedoch immer wieder von ruhigen Phasen momentweise unterbrochen, zudem allzu oft vom Spielverlauf abhängig. Dessen ungeachtet waren es für das Auftaktspiel solide Aufritte, nur für ein Bezirksderby eben etwas zu wenig.

Am zweiten Spieltag geht es für den Chemnitzer FC zum SC Paderborn.


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